Am Samstag, den 28. Juni 2025, öffneten in Heidelberg ungewöhnliche Orte ihre Türen für junge Entdeckerinnen und Entdecker. Der Tag der Architektur für Kinder und Jugendliche, organisiert von der Initiative „Architektur macht Schule“, lud zu einer spannenden Reise zu alten Gebäuden ein, in denen neue Ideen Wirklichkeit wurden. Stellvertretend für die Initiative begrüßten Wiebke Schilling und Silke Göpferich 23 Kinder und Jugendliche, die gemeinsam auf Entdeckungstour gingen.
Die erste Station war die Chapel – ein ehemaliger Kirchenbau aus dem Jahr 1951, ursprünglich errichtet für die US-Streitkräfte. Heute ist sie ein lebendiger Treffpunkt für Bürgerinnen und Bürger. Die Architektin Friederike Winkler erklärte anschaulich, wie sakrale Architektur zu neuem Leben erweckt werden kann, worauf bei einer Umnutzung besonders zu achten ist und welche Herausforderungen ein solcher Umbau mit sich bringt.
Weiter ging es zur Rohrbacher Kinderstube, einer Kindertagesstätte in einem früheren Tankstellengebäude. Dass sich aus einer ehemaligen Tankstelle ein Ort für Spiel und frühkindliche Bildung entwickeln kann, erstaunte viele. Mit einigen eindrucksvollen Fotos konnte der Architekt Till Frank die Verwandlung des Gebäudes erlebbar machen. Und besonders die integrierte Rutsche vom Obergeschoss in den grünen Innenhof sorgte bei den Kids für Begeisterung.
Anschließend führte der Weg zum Tankturm in der Bahnstadt, der bis in die 70er Jahre Dampflokomotiven mit Wasser versorgte. Moritz Hettich vom Büro Aag Architekten erklärte die Transformation des ehemaligen Wassertanks in einen Raum für Veranstaltungen und das angrenzende Gebäude in Büros, Galerie und eine Gastwirtschaft.
Nach einer sportlichen Challenge im Tennisballrollen auf der Verbindungsstrecke wurde noch ein weiteres, vom gleichen Architekturbüro initiiertes Projekt besucht: Das benachbarte ehemalige Bahnbetriebswerk, teilweise schon fertiggestellt, teilweise noch Baustelle. Aus den 1927 für die Wartung von Loks und Waggons errichten Hallen sollen vielfältig nutzbare Räume für Unternehmen, Initiativen, Veranstaltungen, Musik, Tanz und Ausstellungen entstehen.
Zum Abschluss durften die Teilnehmenden dort selbst aktiv werden: Mit Entwässerungsrohren, wie sie auf allen Baustellen verwendet werden, konstruierten sie eine Kugelbahn, die einen Tennisball über mehrere Ebenen bis in den Innenhof leiten sollte. Dabei waren Erfindergeist, Teamwork und ein gutes Gespür für Statik gefragt – ein echtes Highlight zum Mitmachen. Als Belohnung für so viel Kreativität gab es zum Schluss ein Eis für alle – genau das Richtige bei sommerlichen Temperaturen.















































